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Wie der Zyklus das Gewicht beeinflusst

Ein ständiges Auf und Ab auf der Waage – viele Frauen kennen dieses Phänomen. Doch muss es nicht zwangsläufig die Diät oder das Ausmaß körperlicher Aktivität sein, die dafür verantwortlich ist. Auch Hormone können ihren Teil dazu beitragen.

Jede Frau durchlebt zwischen der Pubertät und der Menopause circa 400 bis 500 Menstruationszyklen, deren periodischer Ablauf auf einem fein regulierten Zusammenspiel verschiedener Hormone beruht. Eine zentrale Rolle kommt darin den Östrogenen zu. Unter ihrer Wirkung wird das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut in der ersten Zyklushälfte stimuliert und die Einnistung einer befruchteten Eizelle unterstützt. Die höchsten Östrogenspiegel treten dabei kurz vor dem Eisprung auf. Kommt es im Verlauf zu keiner Befruchtung und Einnistung fällt er in der zweiten Zyklushälfte wieder ab. Ebenso sinkt zum Ende der zweiten Zyklushälfte der Spiegel der sogenannten Gelbkörperhormone beziehungsweise Gestagene. Ihr wichtigster Vertreter ist das Progesteron, das eine eingetretene Schwangerschaft aufrechterhalten würde. Sein Absinken dient als Signal für das Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut und die anschließende Abbruchblutung. Diese wiederum markiert den Beginn des darauffolgenden Zyklus.

Das Wissen über die hormonelle Regulation des weiblichen Zyklus ebnete den Weg zu seiner pharmakologische Beeinflussung. Folglich finden bereits seit Jahrzehnten synthetische Ableger der körpereigenen Hormone vor allem als oralen Kontrazeptiva („Anti-Baby-Pille“) breite Anwendung. Entweder kommen dabei Gestagene als Einzelpräparat oder in Kombination mit Östrogenen zum Einsatz. Ihre Zufuhr täuscht dem Körper eine Schwangerschaft vor und verhindert die Reifung, Befruchtung und Einnistung weiterer Eizellen.

Die Wirkung der Östrogene beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Geschlechtsorgane. Ebenso greifen sie in den Knochen- und Lipidstoffwechsel ein und können die Psyche und das Verhalten beeinflussen. In der Niere führen sie darüber hinaus zu einer verstärkte Salz- und Wasserrückhaltung und können so eine vermehrter Einlagerung von Wasser begünstigen. Die damit einhergehende Gewichtszunahme kann während des natürlichen Monatszyklus oder bei Einnahme östrogenhaltiger Medikamente auftreten. Betroffene Frauen bemerken wiederkehrende Gewichtsveränderungen, fühlen sich kurz vor der Menstruation aufgedunsen oder empfinden ein Spannen der Brüste. Mit dem Einsetzen der Monatsblutung kommt es zur Ausschwemmung der überschüssigen Flüssigkeit und Rückbildung der Wassereinlagerungen und Symptome.

Hormonbedingte Veränderungen des Wasserhaushaltes unterliegen zwar starken individuellen Unterschieden können jedoch zu messbaren Gewichtsschwankungen im Bereich von einigen Kilogramm führen. Besonders im Verlauf einer geplanten Gewichtsabnahme kann dies zu Verwunderung und Frustration führen. So kann das Gewicht trotz eingehaltenem Diät- und Ernährungsplan kurzfristig steigen und nach kurzer Zeit ohne große Anstrengung wieder fallen. Die Schwankungen des Gewichts spiegeln in dem Fall jedoch nicht den tatsächlichen Erfolg der Gewichtsabnahme wider. Aus diesem Grund ist der tägliche Gang auf die Waage nur begrenzt aussagekräftig.

Eine weitaus genauere Kontrolle bietet die bioelektrische Impedanzanalyse mittels seca mBCA. Innerhalb weniger Sekunden misst er nichtinvasiv den exakten Anteil der Fett- und Muskelmasse sowie des Gesamtkörperwassers. Zusätzlich ermöglicht der seca mBCA die Durchführung einer Bioelektrischen Impedanz-Vektor-Analyse (BIVA). Die BIVA erlaubt eine genaue Einschätzung des Hydratationszustandes und erkennt bereits kleinste Flüssigkeitseinlagerungen, die eine Gewichtszunahme verursachen können.

Bei einer Gewichtsreduktion zählt nicht das einzelne Kilo auf der Waage. Da das Gewicht kurzfristigen Schwankungen unterliegt, ist die langfristige Verbesserung der Körperzusammensetzung viel entscheidender. Möchte man körperliche Veränderungen in ihrem Verlauf erfassen, empfehlen sich regelmäßige Kontrollen der Körperzusammensetzung. Damit diese jedoch vergleichbar sind, sollten sie nach Möglichkeit in der gleichen Zyklusphase erfolgen. Auch ist es sinnvoll sie in der ersten Zyklushälfte durchzuführen, da in dieser Zeit mit den geringsten hormonbedingten Wassereinlagerungen zu rechnen ist.

Regelmäßig eingesetzt zeigen Messungen der Körperzusammensetzung körperliche Veränderungen auf, die auf der Waage unsichtbar sind, halten die Motivation langfristig aufrecht und tragen so zu einer erfolgreichen Gewichtsreduktion bei. Letztlich sollte man sich bei einer gesunden Gewichtsabnahme nicht nur auf das Gewicht, sondern vor allem auf eine Reduktion der Fett- und eine Schonung oder der Ausbau der Muskelmasse konzentrieren.

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