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Gewichtskontrolle = Krebsprävention

Trotz enormer Fortschritte in der Krebsbehandlung erkranken und versterben weltweit jedes Jahr Millionen von Menschen an Krebs. In den Industrienationen gehören Tumorerkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. Dabei gehen Schätzungen davon aus, dass circa die Hälfte der Krebsfälle durch einen gesunden Lebenswandel vermeidbar wäre. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Verzicht auf Nikotin, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. In den vergangenen Jahren kristallisierte sich ein weiterer eigenständiger Risikofaktor für die Entstehung von Krebs heraus: Adipositas.

Während die Zahl übergewichtiger und an Adipositas leidender Menschen in vielen Ländern seit mehr als einem halben Jahrhundert kontinuierlich steigt, nimmt parallel die Zahl der Krebsneuerkrankungen zu. Inzwischen werden mehr als ein dutzend Tumorarten mit Adipositas in Verbindung gebracht.

Verantwortlich für die krebsfördernde Wirkung ist das Fettgewebe. Einst als reiner passiver Energiespeicher betrachtet, ist inzwischen bekannt, dass es sehr stoffwechselaktiv ist und über Botenstoffe und Hormone die Funktion des Körpers beeinflusst. Es greift in den Stoffwechsel ein, reguliert Appetit, Hunger, Blutdruck und -gerinnung sowie Entzündungsreaktionen.

Das Fettgewebe wandelt Vorstufen von Sexualhormonen in Östrogene um und schüttet zudem das Hormon Leptin aus, dass eine wichtige Rolle in der Regulation der Nahrungsaufnahme hat. Sind die Energiespeicher gut gefüllt, schütten die Fettzellen Leptin aus. Hohe Leptinspiegel wiederum hemmen das Hungergefühl und senken die Nahrungsaufnahme. Entgegengesetzt verhält sich die Ausschüttung des Botenstoffes Adiponektin, der den Fett- und Glucosestoffwechsel beeinflusst. Darüber hinaus setzt das Fettgewebe eine Reihe weiterer Botenstoffe frei, die regulierend in Entzündungsprozesse eingreifen.

Neben den vom Fettgewebe produzierten Hormonen geht eine Adipositas durch die vermehrte Nahrungsaufnahme ebenfalls mit einer gesteigerten Insulinfreisetzung einher.

Dieses Zusammenspiel aus hohen Leptin-, Östrogen-, Insulin- und niedrigen Adiponektinspiegeln sowie chronischen fettvermittelten Entzündungsprozesse stimuliert die Zellteilung und kann dadurch die Entstehung von Krebszellen und ihr weiteres Wachstum fördern.

Adipositas erhöht jedoch nicht nur das Risiko für eine Krebserkrankung, sondern beeinflusst auch ihren Verlauf. So konnten Untersuchungen zeigen, dass das Risiko an einer Krebserkrankung zu versterben mit steigendem Body Mass Index (BMI) zunimmt.

In Bezug auf die Gesundheit ist Fettgewebe nicht gleich Fettgewebe.  

So ist das in Nachbarschaft der Bauchorgane liegende viszerale Fettgewebe deutlich stoffwechselaktiver als das subkutane Fett und trägt stärker zur Entstehung von Krankheiten bei. Eine Zunahme des viszerale Fettgewebes kann sich in Form einer stammbetonten Adipositas manifestieren oder tief im Körperinneren liegend, gänzlich unentdeckt bleiben. So können auch normalgewichtige Personen an einer  Vermehrung des viszeralen Fettgewebes und die mit ihr einhergehenden negativen Effekte auf die Gesundheit aufweisen (TOFI - außen schlank, innen fett). Die Messung des viszeralen Fettgewebes gestaltet sich häufig jedoch als schwierig und aufwendig.

Eine zuverlässige, zeit- und kosteneffiziente Alternative stellt die Messung der Körperzusammensetzung mittels seca mBCA dar. Sie ermöglicht es, den Anteil des viszeralen Fetts genau zu bestimmen und damit eine beginnende viszerale Adipositas frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

Adipositas ist nicht nur eine vermeidbare Ursache für Krebs, sondern auch für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen.  

Eine gesunde Körperzusammensetzung ist daher ein wichtiger Grundpfeiler einer gesunden Lebensführung und Prävention einer Vielzahl von Erkrankungen und trägt damit zur langfristigen Gesunderhaltung des Körpers bei.

Bild 1 © “New Africa” / Adobe Stock

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