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Ernährung im Alter: Richtig essen besser leben

Ein Leben lang nimmt die Ernährung Einfluss auf die Gesundheit. Für eine optimale Funktionsweise des Körpers sollte sie ausgewogen, bedarfsgerecht und reich an Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen sein. Im höheren Lebensalter steigt durch ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren die Gefahr einer Fehlernährung. Man unterteilt sie in eine quantitative und qualitative Form, bei der entweder die zugeführte Energiemenge oder die Zusammensetzung der Nahrung nicht adäquat ist. Folglich steigt die Gefahr für Adipositas oder Mangel- und Unterernährung.

Starke Abweichungen des Ernährungszustandes können gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Sie senken die Leistungsfähigkeit, erhöhen das Risiko für eine Vielzahl von Erkrankungen und wirken sich negativ auf die Lebensqualität und -erwartung aus. Aus diesem Grund sollte der Ernährungszustand älterer Menschen regelmäßig überprüft werden. Eine einfache und kostengünstige Möglichkeit stellt regelmäßiges Wiegen im häuslichen Umfeld dar. Jedoch sollte das Gewicht auch im Rahmen jedes Arztbesuches kontrolliert werden, um negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Jedes Kilo zählt

Auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Patientengruppen ausgelegt, bietet seca eine große Auswahl universell einsetzbarer Flach- und Säulenwaagen, Stuhl- oder Rollstuhlwaagen für Patienten mit eingeschränkter Mobilität und weiterer Messsysteme. Zur Optimierung von Mess- und Wiegevorgängen im ambulanten und stationären Bereich wurde eigens die Ultraschallmessstation seca 287 dp entwickelt. Selbstständig leitet sie die Patienten mittels Sprachausgabe durch den Messvorgang und ermittelt die Größe und das Körpergewicht in nur einem Schritt. Die Messdaten werden drahtlos an einen Computer gesendet und können dort nahtlos in eine elektronische Patientenakte eingefügt werden. Somit können regelmäßige Kontrolluntersuchungen mit minimalem Zeit- und Personalaufwand durchgeführt werden.

Unter- versus Überernährung

Die Ursachen für Fehlernährung im Alter sind vielfältig. Der Appetit sinkt durch eine physiologische Abnahme des Hunger-, Geruchs- und Geschmacksempfindens. Durch soziale Faktoren, eingeschränkte Mobilität und etwaige finanzielle Beschränkungen fällt die Nahrungsbeschaffung und Zubereitung zunehmend schwer. Zudem können sich akute und chronische Erkrankungen negativ auf den Ernährungszustand auswirken. Häufig kann auch akut verlorenes Gewicht nicht vollständig wiederaufgebaut werden, sodass im Verlauf eine schubweise Gewichtsabnahme resultiert.

Nicht nur Unter-, sondern auch Überernährung stellen ein ernst zu nehmendes Gesundheitsproblem dar. Der Anteil Übergewichtiger an der Gesamtbevölkerung nimmt kontinuierlich zu. Von dieser Entwicklung sind auch ältere Menschen betroffen. Ursächlich sind vor allem eine falsche und nicht bedarfsgerechte Ernährung und körperliche Inaktivität. Während sich der Bedarf im Laufe des Lebens ändert, bleiben angestammte Ernährungsgewohnheiten häufig bestehen, sodass die konsumierte Kalorienmenge über Jahre gleich bleibt oder sogar steigt, obwohl der Energiebedarf abnimmt.

Altersabhängiger Energie- und Nährstoffbedarf
Altersabhängiger Energie- und Nährstoffbedarf

Die richtige Kombination entscheidet

Ältere Menschen stellen in Bezug auf den Gesundheitszustand und die physische Aktivität eine sehr heterogene Personengruppe dar. Aus diesem Grund muss sich die Ernährung an den individuellen Bedürfnissen orientieren. Generell gilt jedoch, dass der Grundumsatz im Laufe des Lebens sinkt. Eine 65-jährige Person benötigt im Vergleich zu einem Menschen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren täglich circa 10 % weniger Kalorien. Die zugeführte Energie sollte dabei zu 50 % aus Kohlenhydraten bestehen. Vollkornprodukte sind aufgrund ihres hohen Gehalts an langkettigen Kohlenhydraten und Ballaststoffen vorzuziehen.
Ein Drittel des täglichen Energiebedarfs sollte über Fette gedeckt werden. Als Hauptquelle empfehlen sich Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren wie Seefische, Öle sowie Nüssen und Hülsenfrüchte. Der Konsum industriell verarbeiteter Fertigprodukte sollte, aufgrund der in großen Mengen enthaltenen gesättigten Fettsäuren, reduziert werden.

Der übrige Teil der täglichen Nahrung sollte aus Proteinen bestehen. Hierbei ist zu beachten, dass der Proteinbedarf jenseits des 65. Lebensjahres um bis zu 20 % steigt. Als Richtwert gilt für diese Personengruppe bei normaler Aktivität die tägliche Aufnahme von einem Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht. Eine unzureichende Proteinzufuhr erhöht das Risiko für einen Verlust von Muskelmasse und der Entstehung einer Sarkopenie. Diese droht ebenso bei Überernährung. In diesem Fall kann es zu einer sogenannte sarkopenischen Adipositas kommen, die sich durch einen Muskelverlust und eine gleichzeitige Zunahme der Fettmasse auszeichnet. Der Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen bleibt hingegen weitgehend identisch oder kann geringfügig steigen. Insgesamt steigen im Laufe des Lebens die Anforderungen an die Ernährung. Senioren sollten auf hochwertige Nahrungsmittel zurückgreifen, die kalorienarm sind und gleichzeitig alle benötigten Nährstoffe liefern. Die Einhaltung einer alters- und bedarfsgerechten Diät stellt einen Grundpfeiler der Gesunderhaltung dar und kann so in hohem Maße zur langfristigen Sicherung der Lebensqualität und körperlichen Fitness beitragen. 

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